Ausfüllhilfe für Anlage Kind

(Kinderberücksichtigung)

Hier finden Sie Erläuterungen für jede Zeile der Anlage Kind. Außerdem können Sie die Anlage Kind hier herunterlagen (als PDF). Anlage Kind hier herunterladen (als pdf). Wir empfehlen Ihnen allerdings, die Steuererklärung mit einer professionellen Steuersoftware zu erstellen.

 

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In diesem Beitrag erfahren Sie mehr zu folgenden Aspekten:

 

 

Darüber hinaus finden Sie auf steuern.de zu diesem Teil Ihrer Steuererklärung auch die kostenlosen Gestaltungshinweise unserer Steuerexperten.

Wann Sie die Anlage Kind ausfüllen müssen

Wichtig: Anlage Kind/steuerliche Vergünstigungen für Kinder
Die Anlage Kind ist in folgendem Fall auszufüllen: Sie wollen Kinder bzw. damit zusammenhängende Vergünstigungen steuermindernd berücksichtigt bekommen. Für jedes Kind ist eine eigene Anlage notwendig.

 

 

[Überblick]

 

Im Bedarfsfall ausfüllen

Seite 1


Angaben zum Kind (Zeilen 4–14)

Hier werden die persönlichen Angaben zum Kind, Verwandtschaftsverhältnis und Kindergeldanspruch eingetragen.

Volljähriges Kind (Zeilen 15–22)

Volljährige Kinder können nur in den im Vordruck aufgeführten Fällen berücksichtigt werden.

Angaben zur Erwerbstätigkeit bei volljährigen Kindern (Zeilen 23–27)

Die Angaben sind nur von Bedeutung, wenn das Kind bereits eine Berufsausbildung abgeschlossen hat.

Seite 2


Übernommene Kranken- und Pflegeversicherungsbeiträge für Kinder (Zeilen 31–37)

Derartige Beiträge sind bei den Eltern abzugsfähig.

Übertragung des Kinderfreibetrags und weiterer Freibeträge (Zeilen 38–43)

Eine Übertragung ist nur in Ausnahmefällen möglich.

Entlastungsbetrag (Zeilen 44–49)

Hier beantragen Alleinerziehende einen steuerlichen Entlastungsbetrag.

Sonderbedarf bei Berufsausbildung (Zeilen 50–52)

Der Freibetrag ist nur für auswärtig untergebrachte volljährige Kinder möglich.

Seite 3


Schulgeld (Zeile 61–63)

Der Abzug ist möglich, wenn das Kind eine Privatschule mit anerkanntem Schulabschluss besucht.


Übertragung des Behindertenpauschbetrags des Kindes (Zeilen 64–66)

Dieser kann hier auf die Eltern übertragen werden.


Kinderbetreuungskosten (Zeilen 67–73)

Abziehbar sind die Kosten für im Haushalt lebende Kinder unter 14 Jahren oder behinderte Kinder.

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Kinderberücksichtigung

Ob ein Kind steuerlich berücksichtigt werden kann, hängt in vom Kindschaftsverhältnis und dem Alter des Kindes ab.

 

Kindschaftsverhältnis und Alter (Seite 1)

 

[Persönliche Angaben Zeilen 4–9]

Für jedes Kind ist eine eigene Anlage Kind auszufüllen, unabhängig davon, ob das Kind bereits als Lohnsteuerabzugsmerkmal (ELStAM) beim Lohnsteuerabzug berücksichtigt wurde. Die Angaben zum Kind (Identifikationsnummer, Name, Vorname, Geburtsdatum, Wohnort, Familienkasse, die das Kindergeld auszahlt) sind für jedes Kind, das berücksichtigt werden soll, notwendig.

[Kindergeld Zeile 6]

Einzutragen (in Kennzahl 15) ist die Höhe des Kindergeldanspruchs, denn dieser (nicht das gezahlte Kindergeld!) wird in die Vergleichsberechnung mit den steuerlichen Freibeträgen einbezogen. Rechtlich hat jeder Elternteil, unabhängig von der Auszahlung, Anspruch auf das halbe Kindergeld. Tragen Sie den vollen Kindergeldanspruch ein, wenn Sie den verdoppelten Kinderfreibetrag beanspruchen (s. u.). 

 

[Auslandskinder Zeilen 8, 9]

Für Auslandskinder werden, abhängig vom Wohnsitzstaat, u. U. nur niedrigere Freibeträge berücksichtigt. Kinder, die nur zur Berufsausbildung im Ausland sind, aber weiterhin zum inländischen Haushalt der Eltern gehören oder im Inland einen eigenen Haushalt haben, gelten als im Inland wohnhaft.

 

[Kindschaftsverhältnis Zeilen 10–14]

Geben Sie bei gemeinsamer Veranlagung für jeden Ehegatten getrennt an, in welchem Kindschaftsverhältnis das Kind zu Ihnen bzw. Ihrem Ehegatten steht. Werden die Eltern nicht gemeinsam veranlagt, sind die Angaben in den Zeilen 11–14 zum anderen Elternteil notwendig. Lebt der andere Elternteil im Ausland, ist er verschollen oder verstorben, wird der verdoppelte Freibetrag berücksichtigt. Dasselbe gilt, wenn der Vater eines Kindes amtlich nicht feststellbar ist.

 

[Volljährige Kinder Zeilen 15–22]

Volljährige Kinder können ab dem Monat nach Vollendung des 18. Lebensjahres bis maximal zum Monat der Vollendung des 25. Lebensjahres für die Monate bei den Eltern berücksichtigt werden, in denen sie eine der im Vordruck (Zeilen 16–21) genannten Bedingungen (z. B. in Ausbildung, freiwilliges Jahr usw.) erfüllen. Geben Sie an, welcher Tatbestand für Ihr Kind in welchem Zeitraum erfüllt ist. Dabei werden angefangene Monate zu Ihren Gunsten mitberücksichtigt. Auch in den Zeiten zwischen zwei Ausbildungsabschnitten bzw. zwei Ausbildungen oder zwischen Freiwilligendiensten und Ausbildung kann das Kind berücksichtigt werden, wenn der Zeitraum vier Monate nicht überschreitet (Zeile 19). Bei der Bundesagentur für Arbeit als arbeitsuchend gemeldete Kinder können, solange sie nicht voll erwerbstätig sind, bis zum 21. Lebensjahr berücksichtigt werden (Zeile 20). Leistet das Kind einen der in Zeile 18 genannten Freiwilligendienste (z. B. auch Bundesfreiwilligendienst), wird es ebenfalls berücksichtigt. Ein Kind, das den freiwilligen Wehrdienst macht, ist normalerweise nicht berücksichtigungsfähig. 

 

Hat ein Kind den gesetzlichen Grundwehr- oder Zivildienst geleistet, kann dies die Altersgrenze um die Dauer des geleisteten Dienstes hinausschieben. Deshalb wird in Zeile 22 nach Beginn und Ende des abgeleisteten gesetzlichen Grundwehrdienstes bzw. Ersatzdienstes gefragt.

 

[Behinderte Kinder Zeile 21]

Kinder, die infolge einer Behinderung außerstande sind, für ihren Unterhalt zu sorgen, können unabhängig vom Alter berücksichtigt werden. Voraussetzung ist, dass die Behinderung vor Vollendung des 25. Lebensjahres eingetreten ist.

 

[Erwerbstätigkeit des Kindes Zeilen 23–27]

Ob ein Kind erwerbstätig ist oder nicht, spielt bis zum Abschluss der ersten Berufsausbildung keine Rolle. Deshalb sind Eintragungen in diesen Zeilen nur erforderlich, wenn das volljährige Kind bereits eine Berufsausbildung abgeschlossen hat (Zeile 23). Soweit ein Kind in diesem Fall (weiterhin) einen der oben genannten Berücksichtigungstatbestände erfüllt (z. B. zweite Ausbildung), kann es für Zeiträume, in denen es voll erwerbstätig (regelmäßige Arbeitszeit durchschnittlich mehr als 20 Stunden/Woche) ist, nicht mehr berücksichtigt werden (Zeilen 24, 26, 27).

 

Eine Vollerwerbstätigkeit im Rahmen eines Ausbildungsdienstverhältnisses z. B. betriebliche Ausbildung, Studium an einer Berufsakademie (Zeile 24 «2») oder ein Minijob (Zeile 25), ist keine «schädliche» Tätigkeit. 

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Steuerliche Vergünstigungen für Kinder (Seite 2)

Erfüllt ein Kind alle Voraussetzungen für eine steuerliche Berücksichtigung, erhalten die Eltern in jedem Fall Kindergeld oder einen Kinderfreibetrag und zusätzlich einen Freibetrag für den Betreuungs- und Erziehungs- oder Ausbildungsbedarf des Kindes. Weitere Vergünstigungen sind zusätzlich möglich. 

 

[Kranken-/Pflegepflichtversicherung des Kindes Zeilen 31–37]

Der Abzug von Kranken- und Pflegepflichtversicherungsbeiträgen für Kinder bei den Eltern setzt voraus, dass der Versicherungsgesellschaft erlaubt wurde, die Daten der Finanzverwaltung elektronisch zu übermitteln. Deshalb dürfen Sie hier auch nur in diesem Fall Eintragungen vornehmen.

 

Sind Sie im Versicherungsvertrag, durch den Ihr Kind versichert ist, als Versicherungsnehmer (Schuldner der Beiträge) aufgeführt, können Sie alle Kranken- und Pflegepflichtversicherungsbeiträge (Basisbeiträge – Kennzahlen 66 und 67 – in voller Höhe, solche für Wahlleistungen oder Krankengeldanspruch in Kennzahl 69 nur bis zum Höchstbetrag), als eigene Sonderausgaben in der ersten Spalte geltend machen. Wurden Kranken- und Pflegepflichtversicherungsbeiträge zurückerstattet, mindern diese den abzugsfähigen Betrag (Kennzahl 68). 

 

War das Kind Versicherungsnehmer, kann es seine Versicherungsbeiträge, unabhängig davon, wer gezahlt hat, in seiner eigenen Steuererklärung angeben (Anlage Vorsorgeaufwand). Nur wenn das Kind auf den Sonderausgabenabzug für seine Basiskranken- und Pflegepflichtversicherungsbeiträge verzichtet, z. B. weil es nur geringe eigene Einkünfte hat, dann können die Eltern diese in der zweiten Spalte geltend machen. Beiträge, die zu einem Krankengeldanspruch (Kennzahl 71) führen oder Wahlleistungen (Zeile 37) absichern, sind nur beim Kind abzugsfähig und dürfen hier grundsätzlich nicht eingetragen werden. In Kennzahl 70 werden i. d. R. nur die Basiskrankenversicherungsbeiträge erfasst. Handelt es sich um einen gesetzlichen Arbeitnehmeranteil zur Krankenversicherung, ist dagegen der Gesamtbetrag in den Kennzahlen 70 und 71 einzutragen. Zusätzlich abzugsfähig sind die Pflegepflichtversicherungsbeiträge des Kindes (Kennzahl 72). Erstattete Beiträge oder Zuschüsse von Dritten mindern die abzugsfähigen Beträge (Kennzahlen 73, 75).

 

[Übertragung der Freibeträge Zeilen 38–43]

Die Übertragung des Kinderfreibetrags ist bei geschiedenen, dauernd getrennt lebenden Eltern oder Eltern nichtehelicher Kinder möglich, wenn ein Elternteil nicht unterhaltsverpflichtet ist (zu niedrige Einkünfte) oder seiner Unterhaltspflicht im Jahr nicht ausreichend (d. h. zu weniger als 75 % des festgelegten Betrags) nachkommt (Zeile 38). Eine Übertragung ist nicht möglich, wenn Unterhaltskosten nach dem Unterhaltsvorschussgesetz gezahlt worden sind (Zeile 39). Mit der Übertragung verliert der Elternteil ohne Freibetrag auch sämtliche anderen kindabhängigen Steuervergünstigungen. 

 

Sobald der verdoppelte Freibetrag beantragt wird, ist in Zeile 6 der volle Kindergeldanspruch einzutragen.

 

Die Übertragung des Freibetrags für Betreuung, Erziehung und Ausbildung auf einen Elternteil (Zeile 40) ist nur bei minderjährigen Kindern möglich, vorausgesetzt, das Kind ist nur bei diesem Elternteil gemeldet. Hat der andere Elternteil Betreuungskosten getragen oder das Kind zeitweise betreut, kann er der Übertragung seines Freibetrags widersprechen.

 

Die Zeilen 41–43 sind für die Fälle vorgesehen, in denen das Kind bei Stief- oder Großeltern berücksichtigt werden soll, weil das Kind in deren Haushalt lebt und ihnen bereits das Kindergeld ausgezahlt wurde. In diesen Fällen müssen Sie zusätzlich die Anlage K (erhältlich beim Finanzamt) ausfüllen und unterschreiben.

 

[Alleinerziehende Zeilen 44–49]

Alleinerziehende, die mit einem steuerlich berücksichtigungsfähigen Kind eine Haushaltsgemeinschaft bilden, können hier den Abzug eines Entlastungsbetrag von 1.308 EUR im Jahr beantragen.

 

Dazu geben Sie in Zeile 44 an, in welchem Zeitraum das Kind bei Ihnen mit Wohnsitz (Haupt- oder Nebenwohnsitz) gemeldet war, und ergänzen Sie in Zeile 45 die Aussage zum ausgezahlten Kindergeld. Lebte in Ihrem Haushalt eine weitere (volljährige) Person, für die kein Kindergeldanspruch bestand, mit Ihnen und Ihrem Kind in Haushaltsgemeinschaft (Zeilen 46–49), ist regelmäßig kein Entlastungsbetrag möglich.

 

[Ausbildungsfreibetrag/Freibetrag zur Abgeltung eines Sonderbedarfs bei Berufsausbildung Zeilen 50–52]

Den Ausbildungsfreibetrag von 924 EUR jährlich können Sie nur für volljährige Kinder und für Zeiten erhalten, in denen das Kind in Ausbildung und auswärts untergebracht (Zeile 50) ist.  

 

Geschiedene, dauernd getrennt lebende Eltern oder Eltern nichtehelicher Kinder können einvernehmlich statt der üblichen hälftigen Berücksichtigung bei beiden, eine andere Verteilung des Freibetrags, z. B. der gesamte Betrag bei einem Elternteil, schriftlich beantragen (Zeile 53).

 

 

Praxis-Tipp: Unterstützungszahlungen an Kinder über 25 Jahre – Anlage Unterhalt ausfüllen
Hatten Sie Aufwendungen für den Unterhalt und/oder die Berufsausbildung eines Kindes, das nicht bei Ihnen berücksichtigt werden kann, z. B. weil es über 25 Jahre alt ist oder den freiwilligen Wehrdienst ableistet, dann können Sie Ihre Unterstützungsleistungen auf der Anlage Unterhalt geltend machen.

Schulgeld, Behinderung, Betreuungskosten (Seite 3)

[Schulgeld Zeilen 61–63]

Schulgeld ist abzugsfähig, wenn es sich um eine (Privat-)Schule in Deutschland, im EU- bzw. EWR-Ausland (Island, Liechtenstein, Norwegen) oder eine deutsche Schule im Ausland handelt. Begünstigt sind nur Schulen, deren Schulabschluss in Deutschland anerkannt ist.

 

[Behinderte Kinder Zeilen 64–66]

Einzelheiten zu den Steuervergünstigungen für behinderte Menschen siehe Erläuterungen zum Hauptvordruck (Zeilen 61–64). 

 

Die Übertragung der einem behinderten oder hinterbliebenen Kind zustehenden steuerlichen Vergünstigungen auf die Eltern ist dann möglich, wenn sich beim Kind die Vergünstigungen nicht auswirken, weil es keine oder nur geringe Einkünfte hat. Geschiedene, getrennt lebende oder unverheiratete Eltern können (notwendig ist ein gemeinsamer formloser Antrag mit Unterschrift) statt der üblichen hälftigen eine andere Verteilung des Pauschbetrags angeben (Zeile 66). Wurde der gesamte Kinderfreibetrag auf einen Elternteil übertragen, kann auch nur dieser Elternteil den Behindertenpauschbetrag des Kindes übertragen bekommen (vgl. Erläuterungen zu den Zeilen 38, 39 der Anlage Kind).

 

[Kinderbetreuungskosten Zeilen 67–73]

Kosten für Betreuungsleistungen (Zeile 67, ohne Kosten für Unterkunft, Verpflegung, Unterricht) für bei Ihnen berücksichtigungsfähige und in Ihrem Haushalt lebende Kinder (Zeilen 70–72) unter 14 Jahren bzw. behinderte Kinder sind als Sonderausgaben abzugsfähig. Werden die Eltern des Kindes nicht als Ehegatten zusammen veranlagt, kann nur der Elternteil die Kosten geltend machen, der sie getragen hat (Zeile 69). Die Angaben zum Haushalt der Elternteile (Zeilen 70–72) und zur Aufteilung der Kosten (Zeile 73) haben Bedeutung für den beim jeweiligen Elternteil abzugsfähigen Höchstbetrag.

 

Checkliste Anlage Kind

 


Folgende Abzugsmöglichkeit geprüft? Vgl. Ausfüllhinweise zur Zeile!


Haben Sie für bei Ihnen berücksichtigungsfähige
Kinder Kindergeld beantragt?

Stellt sich erst bei der Steuerveranlagung heraus, dass die Berücksichtigung möglich ist, können Sie
nachträglich Kindergeld erstmals oder erneut beantragen (Zeile 6).

 

 

Ist Ihr volljähriges Kind erwerbstätig?

Eine Erwerbstätigkeit schließt eine Kinderberücksichtigung bis zum Abschluss der ersten Berufsausbildung nicht aus. Aber auch danach ist eine Erwerbstätigkeit des Kindes nicht immer steuerlich «schädlich» (Zeilen 23–27).


Hat Ihr Sohn die Altersgrenze (21 bzw. 25 Jahre) erreicht?

Prüfen Sie, ob eine Verlängerung der Berücksichtigungszeit möglich ist, weil in früheren Jahren der gesetzliche Grundwehr- oder Zivildienst geleistet wurde (Zeile 22).

 


Kann Ihr Kind nicht mehr berücksichtigt werden
?

Kosten für Unterhalt und Berufsausbildung des Kindes können Sie u. U. als außergewöhnliche Belastungen geltend machen (Anlage Unterhalt, Zeile 37).


Sind für Ihr Kind Kranken- oder Pflegepflichtversicherungsbeiträge angefallen?

Diese können Sie als (eigene) Sonderausgaben abziehen (Zeilen 31–37), wenn Sie Versicherungsnehmer sind oder das Kind die Beiträge nicht steuerlich geltend macht. Der steuerliche Abzug bei den Eltern ist regelmäßig günstiger als beim Kind.


Kann das Kind beim anderen Elternteil nicht berücksichtigt werden, weil dieser verstorben ist, im Ausland lebt oder seiner Unterhaltsverpflichtung nicht nachkommt?

Ihnen stehen die verdoppelten Freibeträge zu (Zeilen 13, 14, 38, 39).


Sind Sie alleinerziehend?

Haben Sie daran gedacht, den Entlastungsbetrag zu beantragen (Zeilen 44–49)?


Ist Ihr volljähriges Kind während der Berufsausbildung auswärtig untergebracht?

Beantragen Sie den Ausbildungsfreibetrag (Zeilen 50 ff.).


Hatten Sie Kosten für die Betreuung eines über 14 Jahre alten Kindes?

Dafür kommt eine Steuerermäßigung in Frage (Hauptvordruck, Zeile 74).


Ihr Kind besucht eine Privatschule?

Sie können Schulgeld (Zeile 61), Betreuungskosten (Zeilen 67 ff) sowie Spenden (und Mitgliedsbeiträge) an die Schule oder den Schulförderverein (Hauptvordruck, Zeile 49) absetzen.


Haben Sie ein behindertes Kind?

Sie können den Pauschbetrag des Kindes übertragen bekommen (Zeilen 64–66).

Zusätzlich sind Fahrtkosten in Zusammenhang mit behinderungsbedingten Fahrten bzw. Privatfahrten sowie eigene Pflege- und Betreuungskosten für das Kind abzugsfähig (Eintragung Hauptvordruck Zeilen 67–68).