Rürup-Rente: Für wen lohnt sie sich?

steuern.de Redaktion
Zuletzt aktualisiert:
17. Dezember 2021
Lesedauer:
3 Minuten

Bei der Rürup-Rente handelt es sich um eine kapitalgedeckte, private Basisrente mit staatlicher Förderung in Form eines erhöhten Sonderausgabenabzugs. Sie ist besonders für Selbstständige mit hoher steuerlicher Belastung interessant, die eine Altersvorsorge aufbauen und dabei den steuerlichen Vorteil nutzen wollen.

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Für die meisten Selbstständigen kommt eine betriebliche Altersvorsorge nicht in Betracht, und eine klassische Lebensversicherung wirkt sich steuerlich nicht mehr oder allenfalls eingeschränkt aus.

Auch Beamte haben mit der sogenannten Rürup-Rente die Möglichkeit, für Beiträge zu einer Rürup-Rentenversicherung einen zusätzlichen Sonderausgabenabzug in Anspruch zu nehmen.

Welche Voraussetzungen muss ich für eine Rürup-Rente erfüllen?

Bei der Rürup-Rente gelten ähnliche Bedingungen wie bei der Riester-Rente:

  • Es ist eine Zertifizierung des Vertrags durch die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (Bafin) erforderlich
  • Auszahlung nach Vollendung des 62. Lebensjahrs (für Vertragsabschlüsse vor 2012: 60. Lebensjahr)
  • Lebenslange Rentenzahlungen (kein Kapitalwahlrecht)
  • Die Ansprüche sind nicht vererbbar und nicht übertragbar (Ausnahmen: Scheidungsfolgen; Übertragung auf andere Versicherung), nicht beleihbar und nicht veräußerbar
  • kein Rückkaufswert
  • Die Absicherung der Berufsunfähigkeit, der Erwerbsminderung oder von Hinterbliebenen ist möglich

Wie bei der Riesterrente können bis zu 12 Monatsleistungen in einer Auszahlung zusammengefasst oder eine Kleinbetragsrente zu Beginn der Auszahlungsphase abgefunden werden.

Beim Wegzug ins EU-Ausland erfolgt keine Nachversteuerung.

Ein entscheidender Nachteil der Rürup-Rente ist, dass das angesparte Kapital im Todesfall verfällt. Eine Rentengarantiezeit (wie beispielsweise bei normalen Lebensversicherungen) besteht nicht, außer bei vereinbarter (ergänzender) Hinterbliebenenversicherung zugunsten des Ehegatten oder kindergeldberechtigter Kinder.

Wie wird die Rürup-Rente steuerlich behandelt?

Die Beiträge zur Rürup-Rente sind Altersvorsorgeaufwendungen (Basisrente), die 2021 bis zu 92 % als Sonderausgaben abziehbar sind.

Die Besteuerung von Rürup-Renten ist vergleichbar mit den Renten aus der gesetzlichen Rentenversicherung. Der Besteuerungsanteil hängt vom Jahr des Rentenbeginns ab. Er beträgt bei erstmaligem Rentenbezug im Jahr 2021 81 % und steigert sich bei Renteneintritt bis zum Jahr 2040 auf 100 %. Die Übertragung von Anrechten aus einem zertifizierten Rürup-Vertrag auf einen anderen Rürup-Vertrag des Steuerpflichtigen ist steuerfrei.

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Die Unterschiede zwischen Rürup- und Riester-Rente

Rürup- und Riester-Rente unterscheiden sich anhand einiger Merkmale. Unter anderem unterscheiden sich die Art der Förderung und die Auszahlungsweise der Förderung. In unserem Artikel "Riester-Rente: Lohnt sich ein Riester-Vertrag für mich?" fassen wir die Unterschiede für Sie auf einen Blick zusammen.


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