Fast die Hälfte schafft die Steuererklärung in unter 3 Stunden – wie machen sie das?

Wir haben uns gefragt, wie die deutschen Steuerzahler eigentlich ihre Steuererklärung machen: Benutzen Sie eine Software, ELSTER, o.Ä.? Und wie lange brauchen sie dann? In unserer Umfrage* haben uns 973 Teilnehmer über Ihren Weg zur Steuererklärung informiert. Finden Sie heraus, auf welche Methode die Steuerzahler setzen und ob Sie mit Ihrer eigenen zeitlichen Bestleistung im Schnitt liegen. Außerdem räumen wir mit gängigen Vorurteilen auf: Ob Männer oder Frauen schneller sind und Rentner noch alles mit Stift und Papier erledigen, erfahren Sie hier. 

Vorgehen bei der Steuererklärung: Steuersoftware liegt vorne

Auf welche Methode setzt der Steuerzahler, wenn er seine Steuererklärung in Angriff nimmt? Kommt die klassische Steuererklärung in Papierform überhaupt noch vor oder hat jeder schon auf digitale Tools umgestellt? Bei dieser Frage ergibt sich ein gemischtes Bild – aber mit klarer Führung der Steuersoftware.

 

Von den Befragten gaben immerhin 35 % an, ihre Steuererklärung mit mithilfe einer Steuersoftware zu erledigen. Für ELSTER entscheiden sich 26 % und die klassische Papierform wählen auch immerhin noch 21 %. Die einfache, aber kostspielige Methode, die Unterlagen einfach an den Steuerberater durchzureichen, ist bei 18 % der Befragten das Mittel der Wahl. 

Sind Senioren die „digital natives“ der Steuererklärung?

Deutliche Unterschiede bei der Methodenwahl sieht man im Altersvergleich. Wer denkt, dass ältere Menschen noch alles mit Stift und Papier erledigen, liegt gewaltig daneben. Mit steigendem Alter erhöht sich nämlich der Anteil der Software-Nutzer: Sind es bei den Jungspunden unter 30 nur gerade mal 23 %, die eine Steuersoftware einsetzen, wächst der Anteil bei den über 67-Jährigen auf 61 % an. Bei der ELSTER-Nutzung geht die Kurve in die andere Richtung: In jungen Jahren liegt ELSTER vorne (34 % bei den unter 30-Jährigen), sackt dann aber immer weiter ab und erreicht bei den über 67-Jährigen nur noch einen Anteil von 11 %.

 

Sind die Großeltern damit die „digital Natives“ der Zukunft? Oder sagen diese Zahlen etwas über die Altersweisheit aus? Sicherlich kann man schlussfolgern, dass heutige Steuersoftware-Produkte in der Nutzerfreundlichkeit schon sehr gut ausgereift sind, sodass sie in jeder Altersstufe gut bedient werden können.

 

 

Wer hat bei der Schnelligkeit die Nase vorn: Frauen, Männer, Arbeitnehmer, Rentner?

Eine gute Nachricht für alle: Die meisten Menschen sind schnell mit ihrer Steuererklärung durch. Denn 46 % der Befragten erledigen sie in weniger als 3 Stunden, 43 % in 3 bis 10 Stunden und nur 11 % benötigen mehr als 10 Stunden. Das Interessante hierbei: Im Vergleich zwischen Männern und Frauen ist die Bearbeitungsdauer sehr ausgeglichen. Die Abweichungen belaufen sich auf maximal 3 %. Damit können sie beide Geschlechter das Siegertreppchen in Sachen Schnelligkeit teilen. Gut, dass geteilte Freude bekanntlich doppelte Freude ist!

 

Beim Altersvergleich müssen die älteren Steuerzahler sich der Steuer-Jugend geschlagen geben: Die blitzschnelle Bearbeitungsdauer von unter 3 Stunden erreicht unter den jungen Menschen ein höherer Anteil. Bei den unter 30-Jährigen ist es sogar die Hälfte der Befragten, die in weniger als 3 Stunden durch ihre Steuererklärung durchrauschen.

Und bei wem dauert die Steuererklärung besonders lang? Hier lohnt sich der Blick auf die verschiedenen Einkunftsarten: Denn Steuerzahler, die ihre Einkünfte hauptsächlich aus Vermietung und Verpachtung beziehen, erreichen bei der langwierigen Bearbeitungsdauer von über 10 Stunden den Spitzenwert: Genau ein Drittel der Vermieter gibt an, so lange für die Steuererklärung zu brauchen. Arbeitnehmer sind da schneller: Fast die Hälfte der Befragten mit Einkünften aus nicht-selbstständiger Arbeit schafft es in unter 3 Stunden (48 %). Diese Unterschiede begründen sich mit Sicherheit in der Komplexität des Steuerfalls: für Vermieter eine schwierigere Kiste als für Angestellte.

 

Aber wie kann man die Steuererklärung am besten beschleunigen? Da ist wohl der alte Trick, alles einfach an den Steuerberater weiterzuschieben, immer noch am hilfreichsten. Für 62 % der Steuerberater-Kunden ist die Sache dann in weniger als 3 Stunden abgehakt. Allerdings lässt der Steuerberater sich seinen Dienst auch gut bezahlen. Daher kann man sich fragen, ob nicht die Älteren, die auf Steuersoftware setzen, doch am Ende die Weiseren sind. Wer weiß?

Wer sich für eine Steuersoftware interessiert, findet im Steuersoftware-Test alles Infos, um die richtige Software auszuwählen.

 

Zum Steuersoftware-Test

*Die Umfrage wurde von 973 Teilnehmern vollständig beantwortet. Die Teilnehmer setzen sich zu 64 % aus Männern und zu 36 % aus Frauen zusammen. Die Altersstufen verteilen sich auf 34 % unter 30 -Jährige; 37 % 31- bis 50-Jährige; 22 % 51- bis 67-Jährige und 7 % über 67-Jährige. Als vorrangige Einkunftsart gaben 81 % nicht-selbstständige Arbeit an; 11 % Einkünfte aus Rente; 6 % Einkünfte aus selbstständiger Arbeit und 2 % Einkünfte aus Vermietung und Verpachtung. (Einkünfte aus Land- und Forstwirtschaft erreichten nur einen unerheblichen Anteil.)