Steuerfachangestellte – Gefragte Helfer im Paragraphen-Dickicht

Verantwortungsvolle Aufgabe: Steuerfachangestellte sind gefragt.

Der Beruf des Steuerfachangestellten hat ein Imageproblem: Monoton, trocken und langweilig mutet es bisweilen an, wenn Paragraphen gelernt, Steuerunterlagen ausgefüllt und Akten gewälzt werden. Dabei kann das deutsche Steuersystem durchaus spannend sein - wenn man erst einmal seine Funktionsweise durchschaut hat.

 

 

Seine Komplexität und permanente Steuerreformen sorgen für Abwechslungsreichtum und stetig neue Herausforderungen. Es kommt nicht von ungefähr, dass die ursprüngliche Bezeichnung Steuerfachgehilfe dem Begriff Steuerfachangestellter weichen musste. Die alte Bezeichnung wurde der Vielseitigkeit der Tätigkeit schlichtweg nicht länger gerecht.

 

Die Aufgaben von Steuerfachangestellten

In ihrem Alltag unterstützen Steuerfachangestellte Steuerberater sowohl bei der steuerlichen als auch bei der betriebswirtschaftlichen Beratung von Mandanten. Darüber hinaus erteilen Sie Mandanten Auskünfte, halten Kontakt zu Finanzämtern oder Kranken- und Sozialversicherungsträgern, planen Termine und kümmern sich um die Einhaltung von Fristen.

 

In erster Linie bearbeiten sie jedoch Steuererklärungen und sind für die Prüfung von Steuerbescheiden verantwortlich. Für Unternehmen erstellen sie die Finanzbuchführung und sind für die Lohn- und Gehaltsabrechnung verantwortlich. Auch an der Erstellung von Jahresabschlüssen sind sie maßgeblich beteiligt.

 

Fachkräfte sind Mangelware

Über das genaue Berufsbild von Steuerfachangestellten sind sich die meisten Jugendlichen jedoch nicht wirklich im Klaren. Wie eine repräsentative Umfrage des Meinungsforschungsinstitutes Forsa im Auftrag der Bundessteuerberaterkammer (BStBK) Ende 2014 zeigte, wissen nur die wenigsten der Jugendlichen zwischen 15 und 25 Jahren, womit ein Steuerfachangestellter konkret sein Geld verdient. Dieser Umstand ist vor allem deswegen bedenklich, da der Beruf des Steuerfachangestellten hervorragende Perspektiven auf dem Arbeitsmarkt bietet.

 

Viele Arbeitgeber - sowohl Steuerkanzleien als auch Wirtschaftsunternehmen - sind auf die Kompetenzen von Steuerfachangestellten angewiesen, haben jedoch große Probleme, hinreichend qualifizierte Fachkräfte zu finden. Dementsprechend schnell finden Fachkräfte nach erfolgreich abgeschlossener Ausbildung für gewöhnlich einen Arbeitsplatz.

 

Weiterbildung ist für Steuerfachangestellte sinnvoll

Eine Ausbildung zum Steuerfachangestellten dauert drei Jahre und wird im dualen Ausbildungsmodell absolviert, d. h. der Großteil der Theorie wird in der Berufsschule vermittelt. Praktische Erfahrungen sammeln die Azubis dann in den Ausbildungsbetrieben.

 

Wer seine beruflichen Perspektiven nach der Ausbildung noch einmal verbessern möchte, ist mit einer Fortbildung gut beraten. Weiterbildungsanbieter wie die WBS Training AG bieten eine Vielzahl an Seminaren an, im Rahmen derer Fachkräfte weitere Qualifikationen erwerben können - und für Arbeitgeber so noch attraktiver werden. Vor allem Weiterbildungen, in denen zusätzliche Kenntnisse hinsichtlich der gängigen Branchensoftwares SAP, DATEV oder Lexware vermittelt werden, sind zu empfehlen.

 

Große Sorgen um ihre beruflichen Perspektiven müssen sich entsprechend qualifizierte Fachkräfte in der Regel nicht mehr machen. Denn: Solange Steuern gezahlt werden - und daran dürfte sich auch in Zukunft nichts ändern -, wird es auch Steuerfachangestellte geben.