Ausfüllhilfe Anlage EÜR

(Einnahmen-Überschuss-Rechnung)

Hier finden Sie Erläuterungen für jede Zeile der Anlage EÜR. Außerdem können Sie die Anlage EÜR hier herunterladen (als pdf). Wir empfehlen Ihnen allerdings, die Steuererklärung mit einer professionellen Steuersoftware zu erstellen.

 

 

Welche Steuersoftware für Ihre Anforderungen am besten geeignet ist, erfahren Sie in unserem Steuersoftware-Test.

 

 

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In diesem Beitrag finden Sie wichtige Infos zu folgenden Punkten:

 

 

Darüber hinaus finden Sie auf steuern.de zu diesem Teil Ihrer Steuererklärung auch die kostenlosen Gestaltungshinweise unserer Steuerexperten.

Wann Sie die Anlage EÜR ausfüllen müssen


Die Anlage EÜR müssen Sie in folgendem Fall ausfüllen:

- Sie gehören zu denjenigen Unternehmern, die nicht bilanzieren, und Ihre Betriebseinnahmen betragen einschließlich Umsatzsteuer mindestens 17.500 EUR.
- Für jeden Betrieb ist eine separate Einnahme-Überschuss-Rechnung zu erstellen.

Die Anlage EÜR ist nach § 60 Abs. 4 EStDV zwingend elektronisch an die Finanzverwaltung zu übermitteln.

Bei Personengesellschaften (z. B. GbR oder KG) ist die Anlage EÜR für den gesamthänderischen Bereich elektronisch zu übermitteln. Daneben sind für jeden Beteiligten die Ermittlungen der Sonderbetriebseinnahmen und -ausgaben sowie die Ergänzungsrechnungen und Schuldzinsenermittlungen nach § 4 Abs. 4a EStG zusätzlich gesondert einzureichen.

 

 

[Überblick]

 

 

Im Bedarfsfall ausfüllen

Seite 1


Betriebseinnahmen (Zeilen 11–22)

Hier sind die Betriebseinnahmen einzutragen, die im Wirtschaftsjahr zugeflossen sind. Beachten Sie die Besonderheiten bei der Umsatzsteuer und bei Entnahmen aus dem Betriebsvermögen.

Seiten 1, 2


Betriebsausgaben (Zeilen 23–64)

Hier tragen Sie alle Betriebsausgaben ein, die den Gewinn des Wirtschaftsjahres mindern.

Seite 3


Ermittlung des Gewinns (Zeilen 71–84)

In diese Zeilen müssen Sie Beträge eintragen, die zwar nicht als Betriebseinnahmen oder -ausgaben angesehen werden, aber doch Auswirkungen auf den Gewinn haben.

Ergänzende Angaben (Zeilen 85–93)

Rücklagen und stille Reserven (Zeilen 85–88)

Hier tragen Sie gewinnmindernde Rücklagen nach § 6b EStG, Ersatzbeschaffungen und Ausgleichsposten nach § 4g EStG ein.

 

Rückgängigmachung von Investitionsabzugsbeträgen (Zeilen 89–91)

Entnahmen und Einlagen (Zeilen 92–93)

 

Falls Sie Einlagen oder Entnahmen getätigt haben, führen Sie diese hier auf. Dazu gehören neben Wirtschaftsgütern und Leistungen, die Sie privat in Anspruch genommen haben, auch Geldentnahmen und -einlagen.

 

Anlagen

 

Anlageverzeichnis/Ausweis des Umlaufvermögens, Ermittlung der nicht abziehbaren Schuldzinsen.

 

Notwendige Unterlagen

[Allgemeine Kurzinformation]

Unternehmer, die nicht bilanzieren, müssen den amtlich vorgeschriebenen Vordruck «Einnahme-Überschuss-Rechnung – EÜR (Gewinnermittlung nach § 4 Abs. 3 EStG)» zusammen mit ihrer Einkommensteuererklärung einreichen.

 

[Notwendige Unterlagen]

Sie sollten damit rechnen, dass die Finanzämter i. d. R. die folgenden Unterlagen zur Bearbeitung des Antrags verlangen:

 

  • Verzeichnis der Anlagegüter
  • Ermittlung der nicht abziehbaren Schuldzinsen (soweit der Zinsaufwand 2.050 EUR übersteigt).

Betriebseinnahmen

[Betriebseinnahmen Zeilen 11–15]

In den Zeilen 11–15 sind die Betriebseinnahmen einzutragen. Diese sind grundsätzlich im Wirtschaftsjahr des Zuflusses zu erfassen.

 

Wichtig: Dividenden müssen in voller Höhe eingetragen werden
Dividenden, die unter das Teileinkünfteverfahren fallen, sind zwar nur zu 60 % steuerpflichtig, da 40 % nicht als Gewinn erfasst werden (§ 3 Nr. 40 EStG). In die Beträge der Zeilen 14 und 15 sind sie allerdings in voller Höhe einzubeziehen. Eine Korrektur erfolgt in Zeile 81. Auf die Erläuterungen zu Zeile 81 wird verwiesen.

 

[UmsatzsteuerZeilen 16, 17]

Die vereinnahmten Umsatzsteuerbeträge auf die Betriebseinnahmen der Zeilen 14 und 18 gehören zum Zeitpunkt ihrer Vereinnahmung, die Umsatzsteuer auf unentgeltliche Wertabgaben der Zeilen 19 und 20 dagegen zum Zeitpunkt ihrer Entstehung zu den Betriebseinnahmen und sind in Zeile 16 einzutragen.


Hat das Finanzamt Ihnen Umsatzsteuer erstattet, gehört der Betrag in Zeile 17. Die erstatteten steuerlichen Nebenleistungen, wie z. B. ein Verspätungs- oder Säumniszuschlag, sind aber in Zeile 15, bei Kleinunternehmern in den Zeilen 11 und 12 zu erfassen.

 

[Veräußerung oder Entnahme von Anlagevermögen Zeile 18]

Haben Sie im Gewinnermittlungszeitraum Wirtschaftsgüter des Anlagevermögens (z. B. Maschinen, Kfz) veräußert oder entnommen, ist der Erlös bzw. der Entnahmewert ohne Umsatzsteuer in Zeile 18 einzutragen.

 

[Entnahmen Zeilen 19, 20]

In den Zeilen 19 und 20 sind die übrigen privaten Vorgänge ohne Umsatzsteuer zu erfassen (Entnahmen). Die entsprechende Umsatzsteuer gehört in Zeile 16.

 

[Rücklagenauflösung, Rücklagenbildung Zeile 21]

In den ergänzenden Angaben (Zeilen 85–88) berechnen Sie den Gewinn aus der Auflösung von Rücklagen und Ausgleichsposten. Übertragen Sie den Betrag in Zeile 21.

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Betriebsausgaben

[Betriebsausgabenpauschale Zeile 23]

In den folgenden Zeilen 23–64 sind alle Betriebsausgaben aufzuschlüsseln. Diese sind grundsätzlich im Wirtschaftsjahr des Abflusses zu erfassen.

 

Bestimmte Berufsgruppen können den Betriebsausgabenabzug pauschalieren, d. h. sie ziehen einen bestimmten Prozentsatz ihrer Einnahmen als Betriebsausgaben ab. Eine weitergehende Berücksichtigung von einzelnen Kosten ist nicht mehr möglich.

 

Ist der pauschale Betriebsausgabenabzug für Sie günstiger, tragen Sie in Zeile 23 diesen Betrag ein. Damit ist für Sie der Teil «Betriebsausgaben» erledigt und Sie können zu Zeile 57 springen.

 

Gleiches gilt, wenn Sie den Freibetrag nach § 3 Nr. 26 EStG für bestimmte nebenberufliche Tätigkeiten (Übungsleiterfreibetrag), den Freibetrag nach § 3 Nr. 26a EStG für andere nebenberufliche Tätigkeiten (max. 720 EUR) oder den Freibetrag nach § 3 Nr. 26b EStG (für Aufwandsentschädigungen eines Vormunds) geltend machen und keine höheren tatsächlichen Betriebsausgaben haben. 

 

In allen anderen Fällen müssen die Beträge im Vordruck grundsätzlich mit dem Nettobetrag ausgewiesen werden. Die abziehbaren Vorsteuerbeträge sind in Zeile 44 auszuweisen. Kleinunternehmer und Steuerpflichtige, die den Vorsteuerabzug nach den §§ 23, 23a und 24 Abs. 1 UStG pauschal vornehmen, geben den Bruttobetrag an.

 

[Absetzung für Abnutzung (AfA)Zeilen 28–34]

Berechnen Sie die AfA-Beträge in einer gesonderten Anlage, die Sie zusammen mit Ihrer Gewinnermittlung einreichen. 

 

[Restbuchwert ausgeschiedener AnlagegüterZeile 35]

Nicht vergessen dürfen Sie die Eintragung des Restbuchwerts ausgeschiedener Anlagegüter in Zeile 35.

 

Raumkosten und andere Grundstücksaufwendungen

[Miete, Grundstücksaufwendungen Zeilen 36–38]

Kosten für das häusliche Arbeitszimmer sind ausschließlich in Zeile 55 einzutragen. Mietaufwendungen für eine doppelte Haushaltsführung sind in Zeile 37 einzutragen.

Betreiben Sie Ihr Gewerbe in eigenen Räumen bzw. auf eigenen Grundstücken, sind die hierfür anfallenden Kosten (ohne AfA Zeile 28 und Schuldzinsen Zeile 46 f.) in Zeile 38 einzutragen.

 

Sonstige unbeschränkt abzugsfähige Betriebsausgaben

[Miete/Leasing Zeile 43]

Nicht in Zeile 43 gehören Kfz-Leasingkosten (Zeile 58) oder Raummiete (Zeile 36).

 

[Schuldzinsen zwecks Finanzierung von Wirtschaftsgütern Zeile 46]

Die Schuldzinsen können u. U. nur eingeschränkt abzugsfähig sein. 

 

Tragen Sie in Zeile 46 zunächst die Schuldzinsen für gesondert aufgenommene Darlehen zur Finanzierung von AK oder HK von Wirtschaftsgütern des Anlagevermögens ein (z. B. Betriebsgebäude, Pkw, Maschinen etc.). Diese sind in jedem Fall und in vollem Umfang abzugsfähig. Schuldzinsen für das häusliche Arbeitszimmer sind in Zeile 55 zu erfassen.

 

[Übrige Schuldzinsen Zeile 47]

In die Zeile 47 tragen Sie die übrigen Schuldzinsen mit dem vollen Betrag ein.

Sind hier weniger als 2.050 EUR einzutragen, brauchen Sie sich keine weiteren Gedanken machen. Der Betrag ist voll abzugsfähig. In allen anderen Fällen muss die Anlage «Ermittlung der nicht abziehbaren Schuldzinsen – Anlage SZE» ausgefüllt und mit der Einnahme-Überschuss-Rechnung eingereicht werden. Einen sich daraus ergebenden Korrekturbetrag müssen Sie in die Zeile 81 eintragen.

 

[Gezahlte Vorsteuer Zeile 48]

Die an andere Unternehmer (Lieferanten etc.) gezahlten abziehbaren Vorsteuerbeträge sind in Zeile 48 einzutragen. 

 

[Gezahlte und verrechnete Umsatzsteuer → Zeile 49]

Die an das Finanzamt im entsprechenden Jahr tatsächlich abgeführte Umsatzsteuerzahllast gehört in Zeile 49. Die gezahlten steuerlichen Nebenleistungen, wie z. B. ein Verspätungs- oder Säumniszuschlag, sind aber in Zeile 51 einzutragen.

 

[Bildung von Rücklagen Zeile 50]

In den ergänzenden Angaben (Zeilen 85–88) berechnen Sie die Summe der Gewinnminderungen aus der Bildung von Rücklagen und Ausgleichsposten. Übertragen Sie den Betrag in Zeile 50.

 

Beschränkt abzugsfähige Betriebsausgaben

[Geschenke, Bewirtungskosten, Verpflegungsmehraufwendungen, Arbeitszimmer Zeilen 51–57]

Im Folgenden sind die beschränkt abziehbaren Betriebsausgaben anzugeben. Hierzu gehören insbesondere Geschenke, Bewirtung, Reisekosten, Kosten der doppelten Haushaltsführung, das häusliche Arbeitszimmer etc.

 

Die Gesamtaufwendungen sind in «nicht abziehbare» und «abziehbare» aufzuteilen. 

 

[Kraftfahrzeugkosten Zeilen 58–63]

Zu unterscheiden sind die Aufwendungen für:

  • Kfz-Leasing (Zeile 58)
  • Steuern, Versicherungen und Maut (Zeile 59)
  • sonstige Fahrtkosten (Zeile 60)

 

In Zeile 60 gehören alle übrigen festen und laufenden Kosten (z. B. Kraftstoffkosten, Reparaturkosten etc.), allerdings nicht die AfA und Zinsaufwendungen. Ferner sind Aufwendungen für öffentliche Verkehrsmittel, die für betriebliche Zwecke (z. B. Geschäftsreisen) genutzt wurden, hier zu berücksichtigen.

 

Wurden Privatfahrzeuge betrieblich genutzt, sind die Kosten in Zeile 61 einzutragen. Hier kann entweder die km-Pauschale von 0,30 EUR pro gefahrenen Kilometer angesetzt werden oder der tatsächliche km-Satz, der anhand von Einzelaufzeichnungen nachzuweisen ist. 

 

Da die Aufwendungen für Fahrten zwischen Wohnung und Betrieb sowie für die Heimfahrten im Rahmen einer doppelten Haushaltsführung nur beschränkt abzugsfähig sind, werden die anteiligen Gesamtkosten (anteilige Beträge, die in der vorigen Zeile erfasst wurden, zuzüglich anteilige AfA für den betrieblichen Pkw (aus Zeile 30) und die Finanzierungskosten des Pkw) in der Zeile 62 eingetragen und mindern die Betriebsausgaben.

 

Die für Wege zwischen Wohnung und Betriebsstätte und für Familienheimfahrten im Rahmen der doppelten Haushaltsführung abziehbaren Pauschbeträge (z. B. Entfernungspauschale) werden unabhängig von der Art des genutzten Verkehrsmittels in Zeile 63 erfasst. Wird der Privatanteil nach der 1 %-Regelung berechnet, beachten Sie die Kostendeckelung.

Gewinnermittlung

[Hinzurechnungen Zeilen 73–76]

In die Zeilen 73–75 sind Hinzurechnungsbeträge nach § 7g Abs. 2 EStG entsprechend den Regelungen zum Investitionsabzugsbetrag einzutragen. Diese berechnen Sie getrennt nach einzelnen Wirtschaftsgütern auf einer gesonderten Anlage. 

 

Wird eine § 6b-Rücklage aufgelöst, ohne dass eine Übertragung auf ein Ersatzwirtschaftsgut stattgefunden hat, ist ein Gewinnzuschlag vorzunehmen § 6b Abs. 7 und Abs. 10 EStG. Dieser gehört in Zeile 76. Beachten Sie auch die Erläuterung zu Zeile 86.

 

Im Folgenden können Sie noch Aufwendungen geltend machen, die zwar nicht als Betriebsausgaben angesehen werden, aber doch den Gewinn mindern.

 

[Wechsel der Gewinnermittlungsart Zeile 78]

In Zeile 78 ist ein Übergangsgewinn oder -verlust einzutragen, der bei einem Wechsel von der Gewinnermittlungsart «Betriebsvermögensvergleich», d. h. Bilanzierung, zur Einnahme-Überschuss-Rechnung, entsteht. Bei Aufgabe oder Veräußerung des Betriebs ist eine Schlussbilanz zu erstellen. Der Übergangsgewinn/-verlust ist ebenfalls in Zeile 78 einzutragen.

 

[Ergebnis aus Beteiligung an Personengesellschaften Zeile 79]

In der Zeile 79 sind die gesondert und einheitlich festgestellten Ergebnisanteile aus Beteiligungen an Personengesellschaften (Mitunternehmerschaften, Bürogemeinschaften) einzutragen. Die dort berücksichtigten Betriebseinnahmen und -ausgaben dürfen nicht zusätzlich in den Zeilen 10–78 angesetzt werden.

 

Soweit Ergebnisanteile dem Teileinkünfteverfahren bzw. § 8b KStG unterliegen, sind sie hier in voller Höhe (einschließlich steuerfreier Anteile) einzutragen. Die entsprechende Korrektur erfolgt in Zeile 81.

 

[Korrekturbetrag Zeile 81]

Dividenden im Betriebsvermögen, die unter das Teileinkünfteverfahren fallen, sind nur zu 60 % steuerpflichtig, 40 % bleiben steuerfrei § 3 Nr. 40 EStG. 

 

In Zeile 15 waren diese Beträge in voller Höhe als Betriebseinnahme einzubeziehen. In Zeile 81 erfolgt die Korrektur um die steuerfreien Beträge. Allerdings ist zu beachten, dass auch Aufwendungen, die mit diesen Beträgen in Zusammenhang stehen, nur zu 60 % abzugsfähig sind.

 

Beispiel: Korrekturbetrag bei Dividenden ermitteln
Sie halten eine GmbH-Beteiligung im Betriebsvermögen. Die Dividende i. H. v. 20.000 EUR unterliegt dem Teileinkünfteverfahren, d. h. 8.000 EUR bleiben steuerfrei. Die Finanzierungskosten der Beteiligung i. H. v. 3.000 EUR sind allerdings auch nur zu 60 % abzugsfähig. Es sind folgende Eintragungen vorzunehmen:

Die Dividende ist mit 20.000 EUR in die Beträge der Zeile 15 einzubeziehen. Die Schuldzinsen stehen mit Anlagevermögen in Zusammenhang und sind mit 3.000 EUR in Zeile 46 zu erfassen.

Für die Zeile 81 ist der Korrekturbetrag wie folgt zu ermitteln:

Dividende 20.000 EUR, davon steuerfrei 8.000 EUR.

Zinsen 3.000 EUR, davon nicht abzugsfähig 1.200 EUR.

Der bisher ermittelte Gewinn ist somit um 6.800 EUR zu hoch ausgewiesen. In Zeile 81 ist ein Eintrag von -6.800 EUR zu machen. Achten Sie darauf, dass die Eintragung mit Vorzeichen vorzunehmen ist.

 

[Steuerpflichtiger Gewinn/Verlust vor Anwendung des § 4 Abs. 4a EStG Zeile 82]

Ein Korrekturbetrag, der in der Anlage SZE errechnet wird, ist hier einzutragen. Er erhöht den Gewinn. 

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Ergänzende Angaben

[Ergänzende Angaben]

Zu den Themengebieten Rücklagen und Entnahmen/Einlagen sind noch ergänzende Angaben zu machen.

 

[Rücklagen und stille Reserven Zeilen 85–88]

Soweit Steuerpflichtige die Übertragung stiller Reserven nach § 6b EStG nicht durch Abzug des bei der Veräußerung entstandenen Gewinns bei den AK oder HK der in § 6b EStG genannten Wirtschaftsgüter vorgenommen haben, können sie im Wirtschaftsjahr der Veräußerung eine gewinnmindernde Rücklage bilden.

 

[Rücklagen nach § 6b EStG oder Ersatzbeschaffung Zeile 85]

Tragen Sie in Zeile 83 die gebildete Rücklage ein. Auch die Minderung der AK/HK bei der begünstigten Investition durch Übertragung der stillen Reserven ist unter «Bildung» als Betriebsausgabe in die linke Spalte einzutragen. Die Aufzeichnungspflichten nach § 6c Abs. 2 EStG sind zu beachten. Vorgenanntes gilt auch für die Rücklage für Ersatzbeschaffung nach R 6.6 EStR 2012.

 

[Übertragung von stillen Reserven Zeile 86]

In Zeile 84 sind die stillen Reserven einzutragen, die auf neu angeschaffte Wirtschaftsgüter übertragen wurden, und die deren HK bzw. AK gemindert haben.

 

[Rückgängigmachung von Investitionsabzugsbeträgen Zeilen 89–91]

Einzutragen sind die Investitionsabzugsbeträge, bei denen die Investitionsabsicht aufgegeben oder die Investition innerhalb der dreijährigen Investitionsfrist nicht durchgeführt wurde. Das Finanzamt ändert in diesen Fällen die Steuerfestsetzungen für das Jahr, in dem der Investitionsabzugsbetrag abgezogen worden ist. Gleiches gilt, wenn die Nutzungsvoraussetzungen nach Anschaffung nicht erfüllt sind. In diesen Fällen ändert sich auch die AfA für das Anschaffungsjahr. Daher muss auch eine geänderte Anlage EÜR hierfür abgegeben werden.

 

[Entnahmen und Einlagen Zeilen 89–91]

Hier sind die Entnahmen und Einlagen einzutragen, die nach § 4 Abs. 4a EStG gesondert aufzuzeichnen sind. Neben den durch die private Nutzung betrieblicher Wirtschaftsgüter oder Leistungen entstandenen Entnahmen – ggf. zuzüglich Umsatzsteuer – gehören auch die Geldeinnahmen und -einlagen dazu.

Vordruck SZE (Ermittlung der nicht abziehbaren Schuldzinsen)

 

Wichtig: Wer die Anlage SZE abgeben muss
Die Anlage SZE benötigen Sie in folgenden Fällen:

- Sie führen ein Einzelunternehmen.
- Die geltend gemachten Schuldzinsen betragen nach Abzug der Schuldzinsen für Darlehen zur Finanzierung von AK oder HK von Wirtschaftsgütern des Anlagevermögens 2.050 EUR.

 

 

Formularaufbau

Seite 1

 

Ermittlung des maßgeblichen Gewinns (Zeilen 4–8)

 

Der mittels der Einnahme-Überschuss-Rechnung ermittelte Gewinn ist um einige Positionen wie z. B. steuerfreie Gewinne zu korrigieren.

 

Ermittlung der Über-/Unterentnahmen des laufenden Wirtschaftsjahres ­(Zeilen 9–12)

 

Aus dem Saldo von Gewinn, Entnahmen und Einlagen werden die Über-/Unterentnahmen berechnet.

 

Ermittlung der nicht abziehbaren Schuldzinsen (Zeilen 13–26)

 

Auf Basis der kumulierten Über-/Unterentnahmen und unter Berücksichtigung eines Freibetrags werden die nicht abziehbaren Schuldzinsen berechnet.

 

 

 

Checkliste EÜR

 

Folgende Abzugsmöglichkeit geprüft? Vgl. Ausfüllhinweise zur Zeile!

 

 

Ihre Betriebseinnahmen betragen weniger als 17.500 EUR?

Dann können Sie auf die Abgabe des Vordrucks EÜR verzichten und fügen stattdessen Ihrer Steuererklärung eine formlose Gewinnermittlung bei.


Sie haben Dividenden in Ihren Betriebseinnahmen erfasst?

Denken Sie unbedingt daran, die Einkünfte in Zeile 69 um 40 % zu korrigieren (Teileinkünfteverfahren).

 

Sie haben Anlagevermögen verkauft, verschrottet, oder es ist aus anderen Gründen ausgeschieden?

 

Den Restbuchwert müssen Sie in Zeile 35 eintragen und so als Betriebsausgabe geltend machen.

 

 

Ihre Schuldzinsen betragen mehr als 2.050 EUR?

Teilen Sie genau auf, in welchem Umfang diese auf Anlagevermögen und andere Bereiche entfallen.

 

Prüfen Sie außerdem, welche Entnahmen Sie getätigt haben und ob diese in die Berechnung der nichtabzugsfähigen Zinsen einfließen müssen.

 

 

Sie planen in den kommenden Jahren Investitionen und möchten Ihren Gewinn jetzt schon mindern?

 

Machen Sie sich mit dem Thema «Investitionsabzugsbetrag» vertraut und beziehen Sie diesen ggf. in Ihre Einnahme-Überschuss-Rechnung ein.