Steuererklärung 2014: So bekommen Sie Ihr Geld zurück!

Auch für die Steuererklärung 2014 gilt: Wer nicht muss, der sollte.

Die Abgabe einer Steuererklärung lohnt sich immer. Das gilt natürlich auch für die Steuererklärung 2014.

 

Der Grund: Wer eine freiwillige Steuererklärung abgibt, erhält im Durchschnitt ca. 1.000 EUR zu viel gezahlter Steuern zurück. Hier erfahren Sie: 

 

Test: Die beste Steuersoftware für Ihre Steuererklärung 2014

Die Steuerexperten von steuern.de empfehlen Ihnen, Ihre Steuererklärung 2014 mit einer Steuersoftware zu erstellen. Das hat für Sie drei entscheidende Vorteile:

 

  1. Sie sparen sich die Kosten für einen Steuerberater.
  2. Die Software führt Sie Schritt für Schritt durch die Erklärung.
  3. Ihre Steuererstattung wird in der Regel deutlich höher ausfallen als ohne professionelle Unterstützung.

 

Eine handelsübliche Steuersoftware führt auch Steuerlaien innerhalb von 60 Minuten durch eine durchschnittliche Steuererklärung. Und: Die Software übersieht kein Sparpotenzial und erkennt auch Eingabefehler sofort. Die Experten von steuern.de haben deshalb die wichtigsten Programme in unserem großen Steuersoftware-Test für Sie analysiert. Hier finden Sie auch Empfehlungen für unterschiedliche Steuersituationen (z.B. Arbeitnehmer, Rentner, Selbstständige usw.).

 

Tipp: Wer vorab einfach einmal testen will, ob er Geld vom Finanzamt zurückbekommt, sollte den kostenlosen Service von smartsteuer nutzen: Einfach die Steuererklärung direkt online ausfüllen und Steuererstattung berechnen lassen. Bezahlen müssen Sie erst, wenn Sie die Steuererklärung 2014 übermitteln - fairer geht's nicht!

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Steuererklärung 2014: Diese Unterlagen und Belege benötigen Sie

Unabhängig davon, auf welche Weise Sie Ihre Steuererklärung 2014 erstellen: Mit einer systematischen Vorbereitung geht es schneller und unkomplizierter. Insbesondere sollten Sie bereits im Vorfeld alle erforderlichen Unterlagen zusammenstellen und Belege vorsortieren. Für Ihre Steuererklärung 2014 brauchen Sie folgende Dokumente, Belege und Daten: 

 

  • Steuer-Identifikationsnummer
  • Bankverbindung
  • elektronische Lohnsteuerbescheinigung (Arbeitgeber)
  • ggf. Mantelbogen EST + Anlagen (nur bei schriftlicher Bearbeitung, sonst in Steuersoftware enthalten)
  • Bescheinigungen über vermögenswirksame Leistungen
  • Spendenbelege
  • Nachweis für die Ausbildung von Kindern, die älter als 18 Jahre sind
  • Belege für Fortbildungskosten
  • Zusammenstellung der Aufwendungen für das häusliche Arbeitszimmer
  • Nachweise für in Anspruch genommene haushaltsnahe Dienstleistungen
  • Nachweise über gezahlte Beiträge zur Altersvorsorge
  • Belege für geleistete Versicherungsprämien
  • Aufstellung über Fahrten mit dem eigenen PKW (Entfernung zwischen Arbeitsstelle und Wohnort) beziehungsweise öffentlichen Verkehrsmitteln zur Arbeit
  • Aufstellung über die Aufwendungen zur doppelten Haushaltsführung beziehungsweise einen Umzug

 

 

Tipp: Halten Sie auch Ihren letzten Einkommensteuerbescheid für die Erstellung der Steuererklärung 2014 griffbereit; viele Angaben können Sie einfach übernehmen!

 

 

Belege vorher sortieren spart Zeit

In der Praxis hat es sich bewährt, die Belege vorzusortieren - das spart Zeit. Am besten sortieren Sie Ihre Ausgabenbelege nach den vier großen, von der Steuer absetzbaren Kostenarten:

 

1. Werbungskosten: Alle Ausgaben rund um den Job - also Arbeitsmittel, Kosten für Weiterbildung, Dienstreisen, Arbeitszimmer, Zweitwohnung am Arbeitsort, Verbands- oder Gewerkschaftsbeiträge, Weg zur Arbeit (ohne Beleg, über Entfernungspauschale)

 

2. Sonderausgaben: Versicherungen (Haftpflicht, Unfall, Kranken- und Arbeitslosenversicherung etc.), Spenden, Kirchensteuer, Mitgliedsbeiträge für (gemeinnützige) Vereine, ggf. Ausbildungskosten

 

3. Außergewöhnliche Belastungen: z.B. besonders hohe Krankheitskosten, Kosten für Therapien, Pflegebedarf, Scheidungs- und Unterhaltskosten etc.

 

4. Dienstleistungen: Handwerkerrechnungen (ohne Materialkosten), Haushaltshilfe, Kinderbetreuungskosten, Gärtner etc.

Steuerrechner: Wie hoch wird meine Steuererstattung?

Steuererstattung berechnen: Testen Sie, ob sich der Aufwand lohnt.

Mit diesem und weiteren Steuerrechner können Sie schnell sehen, wie hoch Ihre Steuererstattung ungefähr ausfallen würde. Je präziser Sie Ihre absetzbaren Ausgaben (v.a. Werbungskosten, Sonderausgaben, außergewöhnliche Belastungen) eingeben, umso präziser ist auch die Berechnung. Insgesamt bieten wir viele kostenlose Rechner an. Unter anderem: Brutto-Netto-Rechner, Abfindungsrechner, Rentensteuerrechner, Penderlerpauschalenrechner, Gewerbesteuerrechner und mehr.

 

Noch genauer berechnen Sie Ihre Steuererstattung mit einer handelsüblichen Steuersoftware. Weiterer Vorteil: Die Steuerprogramme unterstützen Sie auch bei der Zuordnung der Belege (Belegmanager) und geben Ihnen inhaltliche Tipps für die steuerliche Gestaltung. Unser Steuersoftware-Test zeigt Ihnen, welches das passende Steuerprogramm für Sie ist.

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Steuererklärung 2014: Diese Fristen müssen Sie beachten

Es ist immer ratsam, Steuerangelegenheiten nicht auf die lange Bank zu schieben. Auch Ihre Steuererklärung 2014 sollten Sie nach Möglichkeit in den ersten Monaten des neuen Jahres erledigen - insbesondere dann, wenn Sie mit Steuererstattungen rechnen. Denn andernfalls gewähren Sie dem Finanzamt einen zinslosen Kredit. Ein weiterer Grund sind die diversen Fristen, die für die Abgabe von Einkommensteuererklärungen gelten. Die jeweilige Länge ist von verschiedenen Faktoren abhängig.

 

Abgabefristen bei Veranlagungspflicht

Wenn Sie veranlagungspflichtig sind, müssen Sie die Steuererklärung 2014 bis spätestens 31. Mai 2015 beim Finanzamt einreichen. Personen, die der Pflichtveranlagung unterliegen und diese Fristen nicht einhalten, bekommen ein Mahnschreiben des zuständigen Finanzamts. Darin erfolgt in der Regel die Aufforderung, die Steuererklärung innerhalb der nächsten Wochen abzugeben. Reagiert der Steuerpflichtige darauf nicht, muss er mit der Festsetzung eines Zwangsgeldes rechnen. Darüber hinaus hat das Finanzamt das Recht, einen Verspätungszuschlag zu erheben, wenn Sie die Steuererklärung zu spät abgeben. Die Höhe des Verspätungszuschlages ist vom Finanzamt dabei nach eigenem Ermessen festzulegen. Maximal kann das Finanzamt vom Steuerpflichtigen einen Betrag in Höhe von 25.000 Euro beziehungsweise 10 Prozent der festzusetzenden Steuern verlangen. Um sich Ärger und Kosten zu ersparen, sollten Sie unverzüglich mit Ihrem Finanzamt Kontakt aufnehmen, sobald Sie feststellen, dass Sie den spätesten Abgabetermin am 31. Mai 2015 nicht einhalten können. Das Finanzamt gewährt Ihnen dann in der Regel eine Fristverlängerung. Je nachdem, ob Sie Ihre Einkommensteuererklärung selbstständig oder mit der Unterstützung eines Steuerberaters erstellen, verlängert sich die Frist wie folgt:

  • Um in der Regel einen bis maximal drei Monate für Steuererklärungen in Eigenregie
  • Bis zum 31. Dezember 2015 bei Aufstellung durch einen Steuerberater

 

Abgabefrist bei Antragsveranlagung

Sind Sie nicht zur Abgabe einer Steuererklärung in 2014 verpflichtet, können Sie Ihre freiwillig erstellte Einkommensteuererklärung bis zu vier Jahren nach dem abgelaufenen Veranlagungsjahr abgeben - Sie können Ihre Steuererklärung 2014 also bis zum 31. Dezember 2018 bei dem für Sie zuständigen Finanzamt einreichen.

 

Tipp: Da Sie bei einer freiwilligen Steuererklärung (Antragsveranlagung) fast immer Geld zurück bekommen, sollten Sie Ihre Steuererklärung 2014 möglichst bald einreichen. Andernfalls gewähren Sie dem Finanzamt einen zinslosen Kredit.

Diese Steuerformulare müssen Sie ausfüllen

Wenn Sie eine Steuererklärung einreichen, müssen Sie immer mindestens den Mantelbogen ausfüllen. Bei allen weiteren Steuerformularen zur Einkommensteuer spricht man von Anlagen (zum Mantelbogen). Welche davon Sie zusätzlich ausfüllen müssen, hängt von der Art Ihrer Einkünfte ab. Alle Arbeitnehmer müssen beispielsweise die Anlage N (nichtselbstständige Einkünfte) ausfüllen, Freiberufler die Anlage S. Hier finden Sie eine Aufstellung der wichtigsten Anlagen zur Einkommensteuer inkl. einer kurzen Erläuterung, wer diese ausfüllen muss bzw. sollte.

 

Wenn Sie eine professionelle Steuersoftware für die Erstellung Ihrer Steuererklärung nutzen, brauchen Sie diesen Abschnitt eigentlich nicht zu lesen. Steuerprogramme führen Sie mittels Fragen oder Assistent durch die Steuererklärung und füllen die Formulare quasi im Hintergund aus. Weder Steuerberater noch Lohnsteuerhilfevereine nutzen heute noch elster oder die Papierformulare. Hier kommt meist Steuersoftware zum Einsatz. Deshalb unsere Empfehlung: Wenn Sie keinen Steuerberater / Lohnsteuerhilfeverein beauftragen möchten, dann geht es am besten mit Steuersoftware.

Hier geht es zum Steuersoftware Test

 

 

SteuerformularDiese Angaben können in dem Steuerformular gemacht werden
ESt 1 A Der Mantelbogen zur Einkommensteuererklärung. Angabe persönlicher Daten, Beantragung der Zusammenveranlagung, Erklärung von außergewöhnlichen Belastungen, Beantragung der Steueranrechnung für haushaltsnahe Dienstleistungen und Handwerkerleistungen sind die typischen Daten, die Sie hier eintragen.
ESt 1 V Vereinfachte Einkommensteuererklärung für Arbeitnehmer. Das lediglich zweiseitige Steuerformular eignet sich für genügsame Arbeitnehmer, die nicht nach spektakulären Steuersparmöglichkeiten suchen. Das reduziert den Aufwand.
Anlage Kind Für Eltern mit Kindern, für die noch Kindergeld bezahlt wird. Angaben zur Übertragung des Sonderausgabenabzugs für Kranken- und Pflegeversicherungsbeiträge des Kindes auf die Eltern.
Anlage K Sollen Kinderfreibeträge, Behindertenpauschbeträge für Kinder oder Freibeträge für den Betreuungs-, Erziehungs- und Ausbildungsbedarf auf den anderen Elternteil oder auf Großeltern übertragen werden, müssen dazu Angaben im Steuerformular K gemacht werden.
Anlage VorsorgeaufwandAngaben zur Ermittlung des Sonderausgabenabzugs für Versicherungsbeiträge.
Anlage AV Haben Sie für Ihre private Altersvorsorge einen Riester-Vertrag abgeschlossen, müssen Sie die Anlage AV ausfüllen. Das Finanzamt prüft dann, ob neben den staatlichen Zulagen ein zusätzlicher Sonderausgabenabzug winkt.
Anlage N Steuerformular für alle Arbeitnehmer. Hier werden die Daten der Lohnsteuerbescheinigung erfasst und sämtliche Werbungskosten, die im Zusammenhang mit der Ausübung des Berufs angefallen sind.
Anlage V Wer eine Immobilie vermietet, muss dem Finanzamt im Steuerformular V sämtliche Einnahmen und Ausgaben mitteilen.
Anlage RIm Steuerformular R müssen Rentner, die freiwillig eine Steuererklärung einreichen (Antragsveranlagung) oder die zur Abgabe einer Erklärung verpflichtet sind (Pflichtveranlagung), ihre Renteneinnahmen erklären.
Anlage KAPDieses Steuerformular ist für Sparer, bei denen entweder die Abgeltungsteuer nicht greift (Darlehen an nahe stehende Personen, die Zinsen selbst wieder steuersparend geltend machen), oder für Kapitalanleger, die überprüfen lassen möchten, ob sie mit ihrem persönlichen Steuersatz steuerlich besser fahren als mit der 25-%igen Abgeltungsteuer (sog. Günstigerprüfung).
Anlage S Wer freiberuflich tätig ist, muss dem Finanzamt seinen Gewinn im Steuerformular S mitteilen. Der Gewinn ist extra zu ermitteln (s. Steuerformular EÜR).
Anlage GSind Sie gewerblich tätig – ggf. im Nebenberuf oder durch Betreiben einer Photovoltaikanlage – müssen Sie dem Finanzamt Ihren Gewinn in der Anlage G erklären. Der Gewinn ist separat zu ermitteln (s. Steuerformular EÜR).
Anlage EÜRErzielen Sie freiberufliche Einkünfte (Steuerformular S) oder gewerbliche Einkünfte (Anlage G) und ermitteln Sie Ihren Gewinn nach der Einnahmen-Überschussrechnung, ist für die Gewinnermittlung das Steuerformular EÜR zwingend zu verwenden, wenn Betriebseinnahmen von mehr als 17.500 EUR erzielt wurden. Liegen die Betriebseinnahmen unter 17.500 EUR, dann genügt eine formlose Gewinnermittlung auf einem Blatt Papier.
Anlage SOErhalten Sie Unterhaltszahlungen und Ihr Ex-Partner möchte dafür einen Sonderausgabenabzug, müssen Sie die erhaltenen Zahlungen in dem Steuerformular SO erklären und versteuern. Hier werden auch Gewinne aus Spekulationsgeschäften gemeldet (z.B. Gewinne aus Immobilienverkäufen, wenn zwischen An- und Verkauf weniger als 10 Jahre – die Spekulationsfrist – lagen).
Anlage U Leisten Sie Unterhaltszahlungen, dürfen Sie pro Jahr bis zu 13.805 EUR als Sonderausgaben geltend machen, ebenso zusätzlich übernommene Beiträge zur Kranken- und Pflegeversicherung des Ex-Ehegatten. In der Anlage U muss der andere Partner zustimmen, dass er seine erhaltenen Unterhaltszahlungen versteuert.
Anlage UnterhaltUnterstützen Sie Ihre Eltern oder volljährigen Kinder (für die Sie kein Kindergeld mehr erhalten), können Sie bis zu 8.354 EUR (2013: 8.130 EUR) als außergewöhnliche Belastung pro unterstützter Person abziehen. Anhand der Angaben im Formular Unterhalt prüft das Finanzamt, ob Ihnen dieser Höchstbetrag in voller Höhe zusteht oder gekürzt werden muss.

 

Diese Aufzählung ist nicht abschließend, gibt aber einen guten Überblick über die gängigsten Formulare. Zusätzliche Steuerformulare gibt es beispielsweise für land- und forstwirtschaftliche Einkünfte (Steuerformular L) oder ausländische Einkünfte (Steuerformulare AUS und N-AUS). Unternehmern stehen zusätzlich diverse Steuerformulare zu Gewerbesteuer und Umsatzsteuer zur Verfügung sowie einige Anlagen für unternehmerische Spezialfälle (Steuerformular Zinsschranke zum Betriebsausgabenabzug für Zinszahlungen oder Anlage § 34a EStG zur Beantragung eines fixen Steuersatzes für nicht entnommene Gewinne).