ELSTER für Ihre Steuererklärung

Alles, was Sie über die die Steuersoftware vom Amt wissen müssen

 

„ELSTER“ ist das Verfahren der elektronischen Übermittlung einer Steuererklärung. Das Finanzamt bietet Steuerzahlern zwei Programme, mit denen sie die Steuererklärung elektronisch erstellen und abschicken können: ElsterFormular und Mein Elster. Damit geht die Steuererklärung komfortabler als mit den Papierformularen. Allerdings dürfen Sie natürlich auch von Elster keine Steuerspartipps erwarten! Die meisten Steuersoftware-Anbieter nutzen ebenfalls das Elster-Verfahren für die Übermittlung der Daten. Sie bieten Ihnen jedoch deutlich mehr Unterstützung und Tipps, als die Programme vom Amt. Finden Sie hier heraus, wie Elster funktioniert und welche Alternativen es für Sie gibt.

 

In diesem Beitrag erfahren Sie:

 

Was ist ELSTER und wie funktioniert es?

Der Begriff Elster wird oft synonym für die Erstellung und Abgabe der Steuererklärung mit der Software des Finanzamts verwendet. Tatsächlich meint ELSTER (ELektronische STeuerERklärung) lediglich die Methode des elektronischen Datentransfers zwischen Steuerzahler und Finanzamt, die seit 2005 eingesetzt wird.


Auf dieser Seite soll es jedoch um die Software gehen, die landläufig als „Elster“ bekannt ist. Arbeitnehmer, Rentner oder Inhaber eines kleinen Unternehmens können die Elster-Software kostenlos nutzen, um ihre Steuererklärung elektronisch zu erstellen. Seit 2014 können Sie alle unter Ihrer persönlichen Steuernummer bei der Finanzverwaltung gespeicherten Daten direkt in Ihre Steuererklärung übernehmen.

 

Auch handelsübliche Steuersoftware, Steuerberater und Lohnsteuerhilfevereine nutzen das Elster-Verfahren, um die Steuererklärung an das Finanzamt zu übermitteln. Der Unterschied zwischen Elster und anderen Steuerprogrammen liegt in der Aufbereitung der Formulare: Professionelle Steuersoftware erleichtert Ihnen das Ausfüllen mit Tipps und Hinweisen. Die Programme des Finanzamts bilden lediglich die klassischen Papierformulare digital ab.

 

Steuererklärung: auf Papier oder elektronisch?

Natürlich ist keine Privatperson dazu verpflichtet, Elster zu nutzen. Für Nostalgiker gibt es ja immer noch die Papierformulare. In unseren Artikel erfahren Sie, welche Vor- und Nachteile diese bieten.

Zum Artikel >

Was sind ElsterFormular und Mein Elster?

Bei ElsterFormular handelt es sich um ein kleines Computerprogramm, das die Steuerformulare in elektronischer Form für PC oder Notebook zur Verfügung stellt. Inzwischen gibt es mit Mein Elster auch die Möglichkeit, die Steuererklärung direkt online auszufüllen und abzuschicken. Diese Variante wird von den Steuerbehörden stark beworben – unter anderem, indem es direkt im Startbildschirm von ElsterFormular einen Link zu Elster online gibt.

ElsterFormular wird abgeschafft!

Spätestens 2021 ist es für die offline-Variante von Elster endgültig vorbei:

 

Die Steuererklärung für das Steuerjahr 2019 ist die letzte, die mit ElsterFormular erstellt werden kann!

 

Das heißt, die Erklärung für das Jahr 2020 (abzugeben ist diese 2021) muss mit einer anderen Lösung abgegeben werden.

 

Werfen Sie gleich einen Blick in unseren Steuersoftwaretest, um die passende Lösung für sich zu finden:

 

Zum Steuersoftwaretest

Alternativen zu Elster

Elster-Alternativen gibt es viele. Mit einer Steuersoftware sind Sie in den allermeisten Fällen besser beraten als mit der Software vom Amt. Welche Software am besten zu Ihnen passt, hängt von Ihren Anforderungen und Vorlieben ab:

 

  • Wenn Sie Ihre Daten ganz einfach und komfortabel aus ElsterFormular übernehmen möchten, bietet sich smartsteuer als Alternative an. Hier können Sie – im Gegensatz zu den meisten anderen Lösungen – Ihren Steuerfall ganz leicht aus dem ElsterFormular importieren.

 

Tipp: Daten aus ElsterFormular exportieren

Wählen Sie in ElsterFormular den Reiter „Export“ und hier „Daten für andere Software exportieren“ aus. Nach einer kurzen Plausibilitätsprüfung können Sie nun einen Speicherort für die Exportdatei auswählen. Wichtig: Ändern Sie beim Speichern nicht den Dateityp (.elfoexport)!
Diese .elfoexport-Datei können Sie anschließend in smartsteuer öffnen und so die Daten importieren. Fertig!

 

  • Wer ElsterFormular genutzt hat, weil er seine Daten lieber lokal auf dem eigenen Rechner gespeichert weiß, für den sind klassische Programme wie TAXMAN oder QuickSteuer gute Alternativen. Der besondere Vorteil von TAXMAN: die verschiedenen Versionen bieten passende Lösungen für Privatpersonen, Selbstständige, Vermieter, Rentner und Pensionäre.

 

  • Wenn Sie offen sind für eine ganz neue Art, die Steuer zu erledigen, sollten Sie sich den Steuerbot anschauen. Mit diesem Chatbot erledigen Sie die Steuererklärung ganz einfach per Chat. Bisher ist die App allerdings nur für einfache Steuerfälle geeignet.

ElsterFormular – die elektronische Steuererklärung zum Download

ElsterFormular ist eine Software, die Sie auf Ihrem heimischen Rechner installieren können. Sie wird von den deutschen Steuerverwaltungen aller Länder und des Bundes herausgegeben und ist kostenlos. Damit lassen sich die Einkommensteuererklärung, Umsatzsteuerjahreserklärung sowie die Gewerbesteuererklärung papierlos erstellen und an das zuständige Finanzamt übermitteln.
Sie finden die kostenlose Software für Ihre Steuererklärung hier.
Daneben finden Sie auf den Seiten des Finanzamts auch Informationen zu den technischen Systemvoraussetzungen sowie zur Einkommensteuererklärung im Allgemeinen.

 

Vorteile von ElsterFormular zum Download

Die Finanzämter in allen Bundesländern akzeptieren - zumindest bei der privaten Einkommensteuererklärung - nach wie vor die Steuererklärung in Papierform. Die Abgabe der Steuererklärung per ElsterFormular bietet im Vergleich dazu jedoch verschiedene Vorteile:

 

  • Die Finanzämter bearbeiten elektronisch übermittelte Steuererklärungen bevorzugt. Daher verkürzt sich die Zeit, bis Sie eine erwartete Steuererstattung erhalten.
  • Sie erhalten auch Ihren Einkommensteuerbescheid vom Finanzamt per ElsterFormular. Gibt es Abweichungen des Bescheids von Ihrer Erklärung, so erkennen Sie diese mithilfe des sogenannten Bescheiddatenabgleichs.
  • Im Folgejahr übernimmt ElsterFormular auf Wunsch die Daten des Vorjahres und füllt die Zeiten entsprechend aus. Dadurch verringert sich der Aufwand für Sie.
  • ElsterFormular ist mit einer Vorlesefunktion ausgestattet. Auf diese Weise kommen auch sehbehinderte Steuerpflichtige gut mit dieser Software zu Recht.
  • Die Übermittlung der Steuererklärung erfolgt verschlüsselt ans Finanzamt, sodass Sie sich auf den Schutz Ihrer persönlichen Daten verlassen können.

 

Die Nachteile von ElsterFormular

ElsterFormular ist zwar kostenfrei, bringt dafür aber einige erhebliche Nachteile mit sich:

 

  • Der Registrierungs- und Authentifizierungsprozess ist mitunter etwas umständlich, da Ihnen die Zugangsdaten per Post zugestellt werden.
  • Die Software wird vom Finanzamt zur Verfügung gestellt. Dieses will den Bürgern natürlich nicht beim Steuernsparen helfen – Tipps hierzu suchen Sie in ElsterFormular also vergeblich.
  • Es gibt zwar Erklärungen, aber keine detaillierte Ausfüllhilfe für die teilweise komplizierten Formulare. Wenn Sie etwas nicht verstehen sind Sie also auf sich allein gestellt.
  • Sprechen Sie Steuer? Bei ElsterFormular müssen Sie sich genauso durch Bürokraten-Kauderwelsch und steuerliche Fachbegriffe kämpfen, wie mit den Papierformularen. Verständlichkeit? Fehlanzeige!
     

Die Nachteile von Elster zeigen: Hier bekommt man nur vermeintlich etwas geschenkt. Es lohnt sich, ein paar Euro in eine professionelle Steuersoftware zu investieren. Diese bietet die gleichen Vorteile wie ElsterFormular – und noch mehr. Durch die Tipps und Gestaltungshinweise sparen Sie Zeit und Ihre Steuerrückerstattung fällt damit wahrscheinlich höher aus als mit ElsterFormular.

So füllen Sie Ihre Steuererklärung mit dem ElsterFormular aus

Mit der Elster-Version zum Download laden Sie sämtliche Formulare, die Sie für die Erstellung Ihrer Steuererklärung benötigen, auf Ihren PC. Dabei handelt es sich um den Mantelbogen und alle Anlagen.

 

  • Art der Steuererklärung: Nachdem Sie die Software heruntergeladen und installiert haben, müssen Sie auswählen, für wen Sie die Steuererklärung erstellen wollen. Klicken Sie auf „Privatperson“, wenn Sie Ihre Einkommensteuererklärung machen wollen.
  • Steuerjahr: Wählen Sie das Jahr aus, für das die Erklärung erstellt werden soll.
  • Ausfüllen: Daraufhin sehen Sie die Formulare, angefangen mit dem Mantelbogen. Wie schon gesagt: Im Grunde genommen entsprechen Sie exakt den klassischen Papierformularen! Befüllen Sie die Formulare. Das Programm unterstützt Sie dabei mit einer Erklärfunktion, die sich auf Wunsch einblenden lässt.
  • Prüfen: Nachdem Sie die Formulare vollständig ausgefüllt haben, lassen Sie Ihre Angaben auf Plausibilität überprüfen. Dazu klicken Sie im Menü auf „Plausibilitätsprüfung“ und wählen „Prüfung der gesamten Steuererklärung auf Plausibilität“ aus. Elster zeigt Ihnen Widersprüche an und weißt Sie auf fehlende Angaben hin.
  • Steuerberechnung: Klicken Sie auf das Steuerrechner-Icon unterhalb der Menüleiste. Dadurch berechnet Elster Ihre Steuerlast und Sie können sehen, wie viel Einkommensteuer Sie bezahlen müssen. Im Anschluss folgt der Versand an das Finanzamt.

 

Für die Übermittlung der Steuererklärung haben Sie zwei Möglichkeiten:

 

  1. Sie drucken eine Kurzversion der Steuererklärung aus, unterschreiben diese und schicken Sie per Post an das für Sie zuständige Finanzamt. Diese sogenannte „komprimierte Steuererklärung“ können Sie direkt mit einer Schaltfläche im Programm erstellen und drucken lassen.
  2. Sie registrieren sich beim Finanzamt und beantragen eine digitale Signatur für die Datenübermittlung mit Authentifizierung. Allerdings kann das Wochen dauern, denn Sie müssen erst freigeschaltet werden und bekommen einen Aktivierungs-Code per Post zugeschickt – wir finden, das ist nicht ganz zeitgemäß.

 

Welches Finanzamt ist für mich zuständig?

Grundsätzlich ist das Finanzamt für Sie zuständig, in dessen Bezirk Sie im Zeitpunkt der Abgabe der Steuererklärung wohnen. Es gibt aber auch Ausnahmen von dieser Regel! So finden Sie heraus, welches Amt zuständig ist.

Zum Artikel >

Mein Elster – die Online-Variante der Software vom Amt

Mein Elster ist das Online-Portal von Elster. Nachdem Sie sich hier registriert haben, können Sie Ihre Steuererklärung damit erledigen, ohne sie ausdrucken oder mit der Post verschicken zu müssen. Das Problem ist das gleiche wie bei ElsterFormular: Sie können nicht direkt loslegen. Stattdessen vergehen oft Wochen, bis Sie freigeschaltet werden. Das geht mithilfe Ihrer Steuernummer und mit den Aktivierungs-Codes, die Sie per E-Mail und Post vom Finanzamt erhalten.

 

Auch, wenn die Online-Lösung vom Amt sich nicht unbedingt mit Ruhm bekleckert, hat sie im Vergleich zum klassischen ElsterFormular die Nase vorn. Das Elster-Verfahren hat das Ziel, auf kurz oder lang den gesamten Prozess der Einkommensteuererklärung zu digitalisieren. Das Portal Mein Elster wird daher immer mehr zum Online-Finanzamt. Hier können Sie neben der Abgabe der Steuererklärung auch Ihre Lohnsteuermerkmale und Steuerbescheide abrufen sowie einsehen, welche Daten das Finanzamt über Sie gespeichert hat.

 

Der große Vorteil von Mein Elster…

… im Vergleich zu ElsterFormular ist die deutlich aufgeräumtere und modernere Benutzeroberfläche. Nach der etwas aufwendigen Registrierung können Sie nicht nur die Formulare nutzen, sondern auch andere Leistungen der Finanzverwaltung. Dazu gehören der Belegabruf für die vorausgefüllte Steuererklärung oder auch eine Information über den Stand Ihres „Steuerkontos“. Hier sehen Sie zum Beispiel, ob es offene Forderungen gibt oder ob Sie demnächst eine Rückzahlung bekommen.

 

Der große Nachteil von Mein Elster…

…ist der gleiche, wie bei ElsterFormular: Das Programm gibt Ihnen keine Steuertipps. Sie müssen im Hinterkopf behalten, dass das Finanzamt natürlich kein Interesse daran hat, dass Sie Steuern sparen – ganz im Gegenteil. Hier können Sie mit professioneller Steuersoftware mehr rausholen, denn diese macht Sie auf Möglichkeiten, Steuern zu sparen, aufmerksam!

 

In 10 Minuten Geld zurück?!

Für leichte Steuerfälle reicht oft die sogenannte „vereinfachte Steuererklärung“. Erfahren Sie hier, wie das funktioniert, für wen sie infrage kommt und welche Alternativen es gibt!

Zum Artikel >

Elster-Zertifikat: So registrieren Sie sich

Wenn Sie Ihre Steuererklärungen mit Elster elektronisch abgeben wollen, müssen Sie sich zuvor registrieren und eine Zertifikatsdatei herunterladen. Hierfür gibt es unterschiedliche Möglichkeiten:

 

Für Arbeitnehmer: Anmeldung mit einer Zertifikatsdatei

Ein einfaches Elster-Zertifikat (elektronischer Schlüsselcode) können Sie sich kostenfrei auf die Festplatte Ihres (einzelnen) PCs herunterladen. Sie müssen sich hierzu auf der Seite des Finanzamts registrieren und erhalten dann eine E-Mail und zusätzlich einen Brief mit den Aktivierungsdaten. Mit diesen können Sie dann ihre Zertifikatsdatei herunterladen und sich künftig damit einloggen.

 

Login mit Personalausweis und Kartenlesegerät

Wer ein passendes Kartenlesegerät sein Eigen nennt, kann sich auch mit der AusweisApp2 und seinem Personalausweis registrieren.

<h4>Für Unternehmer: Login mit einem Sicherheitsstick

Für Unternehmer ist die Login-Variante mit einem Sicherheitsstick interessant. Sie erhalten Ihr elektronisches Zertifikat auf einem speziellen USB-Sicherheitsstick. Damit erreichen Sie höchste Benutzerfreundlichkeit und können die Steuererklärungen von verschiedenen PCs elektronisch versenden. Allerdings benötigen Sie eine spezielle Software und müssen einmalig knapp 50 Euro für die Anschaffung des Sticks zahlen.

 

Für Steuerberater: Signaturkarte

Die Premium-Variante ist der Login mit einer speziellen Signaturkarte. Damit erreichen zum Beispiel Steuerberater höchste Sicherheit. Außerdem haben Sie die Möglichkeit, den Inhalt Ihres Steuerkontos (z. B. fällige und offene Beträge, geleistete Zahlungen etc.) abzufragen. Allerdings ist dies auch die kostspieligste Lösung, denn ein Kartenlesegerät und eine unterstützte Signaturkarten müssen selbst besorgt werden (Anschaffungskosten: 50 – 150 Euro).

 

Tipp: Leichtere Anmeldung bei professioneller Steuersoftware

Manche Steuersoftware-Lösungen ermöglichen eine authentifizierte Abgabe auch ohne das umständlich Elster-Zertifikat. Bei smartsteuer funktioniert dies zum Beispiel ganz einfach dadurch, dass die Steuererklärung am Ende mit einem verifizierten PayPal-Konto bezahlt wird. Dies ist sogar für Unternehmer, die eine Einnahmen-und-Überschuss-Rechnung (EÜR) abgeben, möglich. Alternativ kann die Authentifizierung auch durch einen kurzen Videoanruf getätigt werden (WebID).

Elster für Unternehmer: Das müssen Sie bei der elektronischen Steuererklärung beachten

Als Unternehmer sind Sie dazu verpflichtet, Ihre Steuererklärung elektronisch abzugeben. Hier erfahren Sie, was Sie speziell als Unternehmer beim Elster-Verfahren beachten müssen:

 

Muss zwingend die Software der Finanzverwaltung genutzt werden?

Als Unternehmer müssen Sie bestimmte steuerliche Daten elektronisch übertragen – das heißt jedoch nicht, dass Sie dazu die Software Elster von der Finanzverwaltung nutzen müssen!

 

Es gibt zahlreiche Softwarelösungen, die auf die Elster-Schnittstelle zugreifen und auch den Ansprüchen einer gewerblichen Steuererklärung genügen. In den meisten Fällen bieten diese Vorteile gegenüber der Amts-Software, da sie zum Beispiel Steuerspartipps liefern. Bei Elster fehlen diese natürlich. Eine beliebte Software ist zum Beispiel TAXMAN für Selbstständige.

 

Welche Daten müssen elektronisch an die Finanzverwaltung übermittelt werden?

Nach den Steuergesetzen und der Steuerdaten-Übermittlungsverordnung (StÜDV) müssen

 

  • die elektronischen Lohnsteuerbescheinigungen,
  • die Lohnsteuer-Anmeldungen,
  • die Umsatzsteuer-Voranmeldungen,
  • die Anträge auf Dauerfristverlängerung zur Abgabe von Umsatzsteuer-Voranmeldungen,
  • die damit verbundene Anmeldung der Sondervorauszahlung
  • und die Umsatzsteuerjahreserklärung

 

auf elektronischem Weg an die Finanzbehörde übermittelt werden. Bei der Umsatzsteuer gilt dies selbst dann, wenn nur Einkünfte aus Vermietung vorliegen.

 

Praxis-Tipp: Geben Sie Ihre Steueranmeldungen zur Umsatz- oder Lohnsteuer rechtzeitig ab.

Das Finanzamt soll berichtigte oder verspätet abgegebene Steuer(vor)anmeldungen zwar nur in begründeten Einzelfällen an die Buß- und Strafsachenstelle weiterleiten. Kommen solche Verspätungen aber des Öfteren vor, kann das (neben Verspätungszuschlägen) nachteilige Folgen haben.

 

Falls Sie mit Ihrem Unternehmen Gewinneinkünfte erklären (z. B. Gewerbebetriebe, Freiberufler etc.), müssen Sie die Einkommen- und ggf. die Gewerbesteuererklärung in elektronischer Form beim Finanzamt einreichen. Bei Gewinnermittlung durch Überschuss-Rechnung ist auch die Anlage EÜR elektronisch abzugeben. Bilanzierende Steuerpflichtige sind verpflichtet, den Jahresabschluss (Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung) als E-Bilanz elektronisch einzureichen.

 

Praxis-Tipp: Ausnahme von der elektronischen Übermittlung durch Härtefallregelung.

Wenn Ihnen eine elektronische Übermittlung der E-Bilanz wirtschaftlich oder persönlich unzumutbar ist, können Sie einen Antrag bei Ihrem Finanzamt stellen. Das Finanzamt kann dann auf eine elektronische Übermittlung verzichten, wenn Ihnen die Schaffung der technischen Möglichkeiten für eine elektronische Übermittlung nur mit erheblichen finanziellem Aufwand möglich wäre oder wenn Sie nicht oder nur eingeschränkt in der Lage sind, die Möglichkeiten der elektronischen Übermittlung zu nutzen.

Elster oder Steuersoftware - was ist besser?

Ist die Software vom Amt vielleicht doch eine „diebische Elster“? ElsterFormular und Mein Elster sind zwar kostenlos, bieten allerdings keinerlei steuerberatende Funktionen, Ausfüllhilfen oder gar Begleitliteratur. Man muss sich ins Gedächtnis rufen: Beide Programme werden von der Finanzverwaltung angeboten – und diese hat natürlich kein Interesse daran, Ihnen beim Steuernsparen zu helfen.

 

Es werden quasi nur die Papiervordrucke am Bildschirm angezeigt. Aus diesem Grund ist ElsterFormular nur für Steuerprofis zu empfehlen. Alle anderen sind mit einer Steuersoftware für Ihre Einkommensteuererklärung besser bedient. Die bietet eine deutlich bessere Nutzerführung und ermöglicht damit nachweislich eine höhere Steuerrückerstattung. Die Anschaffung einer Steuersoftware rentiert sich daher auf jeden Fall. Sie hilft Ihnen dabei, alles anzugeben, was Ihre Steuerlast mindert – das machen ElsterFormular und Mein Elster garantiert nicht!

 

Welche ist die richtige Steuersoftware für Sie?

Für unterschiedliche Anforderungen gibt es ganz unterschiedliche Produkte. Finden Sie heraus, welche Steuersoftware zu Ihnen passt!

Zum Steuersoftware-Test >

 

 

Fazit: Mit professioneller Steuersoftware sind die meisten besser beraten

Professionelle Steuersoftware bietet deutlich mehr als die Elster-Programme. Ab ca. 15 Euro erhalten Sie Videoanleitungen und Hilfe in gedruckter oder digitaler Form. Programm wie zum Beispiel smartsteuer führen Sie mittels Assistenten Schritt für Schritt durch die Steuererklärung und geben hilfreiche Steuerspar-Tipps. So ist sichergestellt, dass Sie keine Absetzmöglichkeit vergessen. Sie können Ihren steuerlichen Gestaltungsspielraum voll ausschöpfen und alle Freibeträge, mögliche Vorsorgeaufwendungen oder außergewöhnliche Belastungen steuersparend nutzen. Wer lieber etwas in der Hand hat, bekommt beim Kauf von TAXMAN ein Buch mit Steuertipps dazu.


Kostengünstige Steuersoftware für ca. 10 bis 15 Euro ist vor allem für Arbeitnehmer geeignet, die nur Einkünfte aus nicht selbstständiger Tätigkeit haben. Schon eine günstige Software wie QuickSteuer ist für die meisten besser geeignet als die Software vom Amt.

 

Übrigens:

Die Kosten für die Software können Sie bei Ihrer nächsten Steuererklärung absetzen. So schlagen Sie der Finanzverwaltung ein Schnippchen!